Epi-LASIK
Anwendungsbereich
Die Epi-LASIK wird zur Korrektur der Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung vor allem dann angewendet, wenn eine iLASIK aufgrund einer zu dünnen Hornhaut nicht möglich ist.
Ablauf der Epi-LASIK
Die Epi-LASIK ging aus der PRK und LASEK hervor. Allen diesen Verfahren ist gemeinsam, dass die Korrektur der Fehlsichtigkeit nicht im Inneren der Hornhaut, sondern an der Hornhautoberfläche erfolgt. Hierzu muss zunächst die äußerste Deckschicht der Hornhaut, das sogenannte Epithel, entfernt werden.
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(1) Schematische Darstellung der Hornhautschichten, (2) Nach Abtrag des Epithels liegt die Bowmann'sche Membran frei, (3) Der Excimer Laser korrigiert die Fehlsichtigkeit, (4) Das Epithel wird vorsichtig zurückgeklappt.
Während bei der PRK das Epithel mit einem stumpfen Schaber abgekratzt und bei der LASEK mit Alkohol abgelöst wurde, verwendet man heute bei der Epi-LASIK einen computergesteuerten Mikrohobel, ein sog. Mikrokeratom, welches das Epithel in einem Stück von der Unterlage ablöst und zur Seite schiebt. Dieser Mikrohobel verwendet einen Plastikschieber, der die Hornhaut nicht verletzen kann.
Der Hornhautabtrag zur Korrektur der Fehlsichtigkeit erfolgt - wie bei der Femto-LASIK und iLASIK - maßgeschneidert.
Nach der Laserbehandlung wird das abgetrennte Epithel entfernt und eine weiche Kontaktlinse zum Schutz auf die Hornhaut gelegt. Diese Kontaktlinse verbleibt für ca. 4-5 Tage als Verband auf dem Auge. Nach Entfernung der Kontaktlinse bessert sich das Sehvermögen weiter.
In der Regel werden beide Augen an einem Tag operiert. In den meisten Fällen können Sie eine Woche nach dem Eingriff wieder arbeiten und Auto fahren. Sie sollten daher mindestens eine Woche Urlaub einplanen. Kontrollen finden am Tag nach der Operation sowie 3-5 Tage und 1-2 Wochen später statt. Die Abschlusskontrolle erfolgt in der Regel nach ca. 8 Wochen.
FreeVis Patienteninformation: Epi-LASIK, iLASIK
FreeVis Checkliste zum Verhalten vor und nach Ihrer Epi-LASIK
Nachteile und Nebenwirkungen
Der Nachteil der Epi-LASIK gegenüber der Femto-LASIK oder iLASIK besteht in der etwas langsameren Heilung, die bis zu einer Woche dauern kann. In dieser Zeit können auch mäßige Beschwerden auftreten, Schmerzen sind jedoch ungewöhnlich.
Mögliche Nebenwirkungen umfassen eine nahezu immer vorübergehende oberflächliche Narbenbildung (Haze). Desweiteren kann es zu einer teilweisen Rückbildung des Operationserfolges innerhalb der ersten Wochen und Monate kommen, die meist mittels einer Nachoperation problemlos korrigierbar ist. Letztlich ist insbesondere bei höheren Korrekturen eine Verschlechterung des Sehvermögens bei Dämmerung und Nacht möglich.


