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PRK, LASEK (Epi-LASIK)

Anwendungsbereich

Die PRK / LASEK werden zur Korrektur der Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung vor allem dann angewendet, wenn eine Femto-LASIK aufgrund einer zu dünnen Hornhaut nicht möglich ist.


Ablauf der PRK und LASEK

Die PRK wurde in den 80er Jahren entwickelt, die LASEK ist eine weiterentwickelte Variante der PRK. Beiden Verfahren ist gemeinsam, dass die Korrektur der Fehlsichtigkeit nicht im Inneren der Hornhaut, sondern an der Hornhautoberfläche erfolgt. Hierzu muss zunächst die äußerste Deckschicht der Hornhaut, das sogenannte Epithel, entfernt werden.


1. LASEK: Schichten der Hornhaut    2. LASEK: Die oberste Zellschicht wird entfernt    3. LASEK: Der Excimer Laser trägt Gewebe ab und korrigiert so die Fehlsichtigkeit    4. LASEK: Das Epithel wird zurückgeklappt

(1) Schematische Darstellung der Hornhautschichten, (2) Nach Abtrag des Epithels liegt die Bowmann'sche Membran frei, (3) Der Excimer Laser korrigiert die Fehlsichtigkeit, (4) Das Epithel wird vorsichtig zurückgeklappt.


Während bei der PRK das Epithel mit einem stumpfen Schaber abgekratzt wird, wird bei der LASEK das Epithel mit Alkohol abgelöst und aufgerollt. Jetzt erfolgt der maßgeschneiderte Hornhautabtrag zur Korrektur der Fehlsichtigkeit - wie bei der Femto-LASIK. Nach der Laserbehandlung wird das Epithel über das Hornhautgeweben zurückgerollt und eine weiche Kontaktlinse zum Schutz auf die Hornhaut gelegt. Diese Kontaktlinse verbleibt für ca. 4-5 Tage als Verband auf dem Auge. Nach Entfernung der Kontaktlinse bessert sich das Sehvermögen weiter.

In der Regel werden beide Augen an einem Tag operiert. In den meisten Fällen können Sie eine Woche nach dem Eingriff wieder arbeiten und Auto fahren. Sie sollten daher mindestens eine Woche Urlaub einplanen. Kontrollen finden am Tag nach der Operation sowie 3-5 Tage und 1-2 Wochen später statt. Die Abschlusskontrolle erfolgt in der Regel nach ca. 8 Wochen.


Nachteile und Nebenwirkungen

Der Nachteil der PRK / LASEK gegenüber der Femto-LASIK besteht in der etwas langsameren Heilung, die bis zu einer Woche dauern kann. In dieser Zeit können auch mäßige Beschwerden auftreten, Schmerzen sind jedoch ungewöhnlich.

Mögliche Nebenwirkungen umfassen eine nahezu immer vorübergehende oberflächliche Narbenbildung (Haze). Desweiteren kann es zu einer teilweisen Rückbildung des Operationserfolges innerhalb der ersten Wochen und Monate kommen, die meist mittels einer Nachoperation problemlos korrigierbar ist. Letztlich ist insbesondere bei höheren Korrekturen eine Verschlechterung des Sehvermögens bei Dämmerung und Nacht möglich.


Weitere Informationen


PDF Download   FreeVis Checkliste zum Verhalten vor und nach PRK / LASEK oder PTK
PDF Download   Aufklärung und OP-Einwilligung