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FreeVis Aktuell

Monovision LASIK: Eine Option für Patienten ab 45 Jahre
Ergebnisse bei FreeVis

Dezember 2009

Es ist allgemein bekannt, dass im Alter von 40 bis 45 Jahren bei allen Menschen die Alterssichtigkeit oder Presbyopie einsetzt. Laut EyeWorld Week (Ausgabe vom 21. September 2009) berichten bereits 74% der Frauen ab 35 Jahre über Probleme mit dem Sehen in Nähe. Nicht klar und scharf sehen zu können führte bei 61% der befragten Frauen zu Frustrationen, 47% berichteteten über Kopfschmerzen und müde Augen und 30% fühlten sich weniger selbstsicher beim Verrichten ihrer Arbeit und anderer Tätigkeiten.

Von den Patienten, die sich im FreeVis LASIK Zentrum Universitätsklinikum Mannheim in den letzten eineinhalb Jahren zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit vorstellten, waren fast 50% über 40 Jahre alt. Eine Korrektur der Kurz- oder Weitsichtigkeit allein würde für diese Patienten nur einen Teil ihres Problems lösen, da die Alterssichtigkeit weiterhin bestehen bleibt. Im Beratungsgespräch boten wir daher allen Patienten, die für eine LASIK geeignet waren, die Monovision LASIK an*.

Bei der Monovision LASIK wird die Fehlsichtigkeit am dominanten Auge vollständig korrigiert, am nicht dominanten Auge dagegen nur zum Teil: Bei Kurzsichtigkeit wird das nicht dominante Auge ca. -1,25 dpt kurzsichtig gelassen und bei Weitsichtigkeit ca. -1,25 dpt kurzsichtig gemacht wird. Der Patient nutzt das vollständig korrigierte Auge für die Weitsicht und das teilweise korrigierte Auge für die Nahsicht.

Das Problem: Die unterschiedlich korrigierten Augen vermitteln zwei unterschiedliche Bildeindrücke an das Gehirn. Egal ob man in die Ferne oder Nähe schaut, eines der beiden weitergeleiteten Bilder erscheint unscharf. Das Gehirn muß sich an diesen Zustand erst gewöhnen und lernen, das verschwommene Bild zu unterdrücken. Durch die unterschiedlichen Bilder kann es unter Umständen zu einer geringfügigen Beeinträchtigung des Stereosehen kommen. Unsere Erfahrung zeigt jedoch, dass diese mininmal gehalten werden kann, wenn man die Dioptrien-Differenz zwischen beiden Augen nur 1,25 dpt beträgt.

Um vor der Operation zu testen, ob das Sehen unter diesen Umständen vertragen wird, führen wir bei allen an der Monovision interessierten Patienten einen Trageversuch mit Kontaktlinsen durch. 58% unserer Patienten (Alter: 42 bis 66 Jahre) entschieden sich nach dem Trageversuch, der die Ergebnisse der Monovision LASIK simuliert, für das Verfahren.

Mit der Monovision LASIK konnten wir bei allen Patienten Brillenfreiheit unter Alltagsbedingungen erreichen. Nur 6,3% benötigen eine Lesebrille für längeres Lesen. Sollte die Monovision wider Erwarten nicht vertragen werden oder der Patient mit dem Ergebnis unzufrieden sein, kann das unterkorrigierte Auge jederzeit voll auf die Ferne korrigiert werden.