FreeVis Aktuell

Augenlasern: Welche Methode ist geeignet?

Januar  2020

Die Augenlaserchirurgie zur Korrektur der Fehlsichtigkeit wurde in den letzten Jahrzehnten zunehmend verbessert und das Spektrum der zur Verfügung stehenden Methoden hat sich erweitert. Begriffe wie LASIK, Femto-LASIK, SMILE, transPRK, LASEK und SmartSurf PRK werden in den Medien genannt. Viele dieser Begriffe wurden von Herstellern der Lasergeräte geprägt oder modifiziert, so dass die zum Teil nur geringen Unterschiede zwischen den Verfahren nicht immer transparent sind. Für den Patienten, der sich die einfache Frage stellt, welche Methode für ihn am besten geeignet ist, ist es nicht leicht, eine Antwort zu finden.

Vereinfacht kann zwischen drei Verfahren unterschieden werden: der PRK, der LASIK und der SMILE.

Bei der PRK wird die Oberfläche der Hornhaut des Auges mit dem Excimer Laser neu „geschliffen“, um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Ursprünglich wurde dazu die äußerste Schutzschicht, das Epithel, abgeschabt und dann gelasert. Dieses Verfahren nannte sich PRK. Später wurde das Epithel mittels Alkohol abgelöst, man sprach von LASEK. In der modernsten Form wird das Epithel ebenfalls mit dem Laser entfernt, man spricht von transPRK oder SmartSurf PRK. Geeignet sind alle diese Techniken zur Korrektur der Kurzsichtigkeit bis -6 dpt und der Hornhautverkrümmung bis 5 dpt. Wir setzen in Mannheim die modernste Form, die SmartSurf PRK, ein, die individuell an das behandelte Auge angepasst wird.

Bei der LASIK wird zunächst eine dünne Lamelle der Hornhaut bis auf einen kleinen Rand abgetrennt und hochgeklappt. Dann „schleift“ der Excimer Laser das Innere der Hornhaut, und die Lamelle wird zugeklappt. Der Vorteil dieser Technik ist die schnelle Erholung des Sehens. Bereits nach wenigen Stunden wird wieder annähernd normal gesehen und Sie haben keine Schmerzen. In der modernsten Form wird die oberflächliche Lamelle durch einen Femtosekundenlaser erzeugt, man spricht dann von der Femto-LASIK. Geeignet sind LASIK bzw. Femto-LASIK zur Korrektur der Kurzsichtigkeit bis -8 dpt, der Hornhautverkrümmung bis 5 dpt und der Weitsichtigkeit bis +3 dpt. Wir verwenden in Mannheim ausschließlich die Femto-LASIK, die individuell an das behandelte Auge angepasst wird.

Beim SMILE Verfahren kommt zur Korrektur der Fehlsichtigkeit ausschließlich der Femtosekundenlaser zum Einsatz: Er präpariert ein Hornhautlentikelchen im Inneren der Hornhaut sowie einen nur 2 mm breiten Einschnitt, durch den dieser Lentikel entfernt wird. Es handelt sich also sozusagen um eine „Schlüsselloch-Operation“. Aufgrund des winzigen Schnittes, der sehr viel kleiner als bei der LASIK ist, wird das Verfahren auch als minimal-invasives Augenlasern bezeichnet. Geeignet ist die SMILE zur Korrektur der Kurzsichtigkeit von -1 bis -8 dpt und der Hornhautverkrümmung bis -5 dpt. Die SMILE wird in Mannheim seit 2014 eingesetzt und ist derzeit bei uns die am häufigsten angewandte Methode zur Behandlung der Kurzsichtigkeit.

In den letzten Monaten wurden verschiedene Studien veröffentlicht, die sich Langzeitergebnissen und einem Vergleich der Methoden widmeten. Eine deutsche Forschergruppe präsentierte 10 Jahres Ergebnisse des (im Vergleich zur LASIK) noch recht jungen SMILE Verfahrens und konnte stabile Ergebnisse bestätigen. Eine andere Studie beschreibt, das die Hornhautstabilität zwar während der Operation durch den LASIK-Schnitt im Vergleich zu SMILE deutlicher beeinträchtigt ist, nach Heilungsabschluß jedoch keine Unterschiede mehr festgestellt werden können. Ein Vergleich der erreichten Sehschärfe nach SMILE und Femto-LASIK konnte keine signifikanten Unterschiede feststellen. Die genannten Verfahren führen also zu vergleichbaren Ergebnisse.

Alle Laserverfahren sind somit grundsätzlich geeignet. Daneben gibt es bei hoher Fehlsichtigkeit noch weitere Techniken (Einsetzen von Kontaktlinsen in das Auge, Austausch der Augenlinse, etc.), die je nach Befund in Frage kommen können.

Vor einer Entscheidung ist daher eine umfangreiche Untersuchung bei uns im Freevis LASIK Zentrum Mannheim erforderlich. Basierend auf den Ergebnissen werden wir Sie individuell beraten.


Quellen:

Christopher L. Blanton: Latest-generation LASIK technology helps patients achieve best vision: A review of LASIK terminology explains where the procedure stands today. Ocular Surgery News U.S. Edition, September 10, 2019

Marcus Blum, Kathleen S. Kunert, Mathias Schulze, Walter Sekundo: 10-Year Results of FLEx Refractive Surgery. Journal of Refractive Surgery. 2019;35(11):707-711

Pooja Khamar et al: Biomechanics of LASIK Flap and SMILE Cap: A Prospective, Clinical Study. Journal of Refractive Surgery. 2019;35(5):324-332

Julie M. Schallhorn, Stefanie Seifert, Steven C. Schallhorn: SMILE, Topography-Guided LASIK, and Wavefront-Guided LASIK: Review of Clinical Outcomes in Premarket Approval FDA Studies. Journal of Refractive Surgery. 2019;35(11):690-698



Haben Sie Fragen? Wir antworten Ihnen gern.

Copyright 1999 - 2020 FreeVis LASIK Zentrum Universitätsklinikum Mannheim. Impressum, Datenschutzerklärung