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Laser-Verfahren können in fast allen Fällen eine Lese- und Gleitsichtbrille ersetzen

März  2019

Presbyopie: Eine typische Alterserscheinung
Hinter dem medizinischen Begriff Presbyopie verbirgt sich die weitläufig bekannte Alterssichtigkeit, die selbst Menschen ab dem 45. Lebensjahr betreffen kann, die bis dato als normalsichtig galten. Während die Weitsicht noch problemlos funktioniert, stellen sich erste Probleme beim Lesen ein, später können sich in unmittelbarer Umgebung befindende Dinge nicht mehr scharf wahrgenommen werden. Die Ursache liegt im voranschreitenden Verlust der Anpassungsfähigkeit der Linse - hierbei handelt es sich nicht um eine Krankheit, sondern um einen ganz normalen physiologischen Alterungsprozess. Liegt eine Normalsichtigkeit vor, so stellt sich die Linse, deren Aufgabe es ist, die einfallenden Lichtstrahlen so zu brechen, dass sie sich im Scharfsehbereich der Netzhaut (Fovea) bündeln, automatisch auf Nah- und Weitsehen (Akkomodation) ein. Mit zunehmendem Alter nimmt diese Akkomodationsfähigkeit der Linse ab und eine Lesebrille wird unerlässlich.

Besteht dann zur Altersichtigkeit auch noch eine Kurzsichtigkeit (Myopie) oder Weitsichtigkeit (Hyperopie), so sind zwei Brillen oder eine Gleitsichtbrille nötig, um beide Sehschwächen auszugleichen. Das ständige Wechseln der Brillen wird oft als extrem störend empfunden, während Gleitsichtbrillen sehr gewöhnungsbedürftig sind und nicht von allen toleriert werden.

Alternativen zur Lese- und Gleitsichtbrille
Zwar kann die Verformbarkeit der im Alter steif gewordenen Augenlinse noch nicht wiederhergestellt werden, aber es moderne Laserverfahren, mit denen eine Lesebrille teilweise (Monovision) bzw. vollstädnig (Laser-Linsenaustausch mit multifokalen IOL) ersetzt werden kann.

Beim Laser-Linsenaustausch wird die Alterssichtigkeit und die gleichzeitig bestehende Kurzsichtigkeit bzw. Weitsichtigkeit durch die Implantation von multifokalen Kunstlinsen korrigiert. Diese Speziallinsen ermöglichen durch die Verteilung des einfallenden Lichtes auf mehrere Brennpunkte ("multifokal") ein scharfes Sehen in allen Entfernungen. Verwendet werden meist drei Brennpunkte, daher spricht man auch von trifokalen Linsen. Mit diesen Linsen kann in der Regel nach der Operation vollständig auf eine Brille verzichtet werden.



Patientenbericht (Video, 1:41 min):
Carole Petry ließ sich von Prof. Dr. Michael Knorz Multifokallinsen einsetzen
und ist vom Ergebnis ganz begeistert.


Die Monovision LASIK ist ein spezielles LASIK-Verfahren, bei dem ein Auge auf die Ferne und das andere auf die Nähe korrigiert wird. Durch eine Monovision-LASIK kann die Unabhängigkeit von einer Brille im Alltag weitgehend erreicht werden, eine Brille ist jedoch z.B. beim Autofahren bei Nacht oder zum längeren Lesen noch erforderlich.

Quelle: Weg mit der Gleitsichtbrille. FIT & GESUND 3/2019



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