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Roboter in der Augenheilkunde?

Oktober  2019

Roboter in der Medizin sind längst keine technologische Fantasie aus Science-Fiction Filmen mehr. Bereits 1983 assistierte der erste chirurgische Roboter bei einer Operation in Kanada: Per Sprachbefehl konnte dieser Roboter bei orthopädischen Operationen die zu operierenden Extremitäten eines Patienten sachgerecht halten, nach Wunsch des Operateurs neu positionieren und wieder fixieren. Während dies vor 36 Jahren revolutionär erschien, ist heutzutage der Einsatz von Robotern in der Präzisionschirurgie spektakulär.

Zur Frage, ob Roboter bald ihren Platz in der Augenchirurgie finden, nahm Prof. Michael Knorz, Leiter des FreeVis LASIK Zentrum Universitätsklinikum Mannheim, während der diesjährigen DOC-Pressekonferenz Stellung. Er erläuterte, dass es in der näheren Zukunft durchaus zu erwarten sei, dass robotische Systeme den Operateur bei komplizierten Eingriffen, z.B. an der Netzhaut, unterstützen: 

Ein Roboter kann als “eine Art Prothese” für den Operateur dienen, indem er zum einen dessen Bewegungen übersetzt und zum anderen das natürliche Zittern der Hand ausblendet, um die Präzision und Sicherheit des Eingriffs zu erhöhen. Ein System, welches Handbewegungen des Augenchirurgen in kleine Instrumenten-Bewegungen im Auge übersetzt wurde bereits in den Niederlanden entwickelt und wird derzeit in Oxford eingesetzt; eine erste Studie ist genehmigt.

Auch bei dem u.a. in Mannheim eingesetzten Femtosekunden-Laser für den Laser-Linsenaustausch handelt es sich in diesem Sinn um einen „Roboter“: der Laser eröffnet unter Aufsicht des Arztes die Augenlinse und zerkleinert diese viel präziser als es ein Arzt von Hand durchführen könnte. Hierdurch wird der Eingriff sicherer und präziser.



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