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Astigmatische Keratotomie

Anwendungsbereiche

Die Astigmatische Keratotomie (AK) wird zur Verringerung einer hochgradigen Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) ab ca. 5 Dioptrien eingesetzt, kann diese aber meist nicht völlig ausgleichen. Daher findet die Astigmatische Keratotomie vor allem in Kombination mit einem späteren zweiten Eingriff, z.B. einer Augenlaseroperation wie der LASIK, Anwendung.

In einem typischen Fall wird durch die Astigmatische Keratotomie die Hornhautverkrümmung vermindert und durch die ca. 3 Monate später durchgeführte LASIK vollständig korrigiert.


Was geschieht bei der Operation ?

Bei der Astigmatischen Keratotomie wird in der Achse der stärksten Wölbung ein bogenförmiger tiefer "Einschnitt" (ca. 80% der Hornhautdicke) am Hornhautrand angebracht. Dadurch kommt es zu einer Entspannung des Hornhautgewebes in dieser Achse, die Wölbung wird geringer und die Hornhautverkrümmung nimmt ab.

Heutzutage verwendet man für den Eingriff den Femtosekundenlaser, der berührungsfrei das Gewebe trennt. Früher wurde für diesen Schnitt ein spezielles Diamantmesser verwendet.


Typischer Verlauf der Astigmatischen Keratotomie, Heilung nach der Operation

Die Astigmatische Keratotomie wird ambulant durchgeführt. Vor der Operation erhalten Sie zunächst eine Beruhigungstablette. Anschließend wird das zu operierende Auge mit Tropfen betäubt, so dass Sie während der Operation keine Schmerzen haben.
Während der Operation, die nur wenige Minuten dauert, wird Ihr Auge mit einer Art Ring durch leichten Druck festgehalten. Der Eingriff ist schmerzfrei.

Nach der Operation wird das Auge mit einem durchsichtigen Verband abgedeckt, den Sie einige Stunden später wieder entfernen können. Nach dem Eingriff kann es für einige Stunden zu einem leichten Fremdkörpergefühl und leichten Schmerzen kommen.

Bereits am Tag nach der Operation ist die Hornhautverkrümmung geringer. Es dauert jedoch einige Wochen, bis sich das Ergebnis stabilisiert hat. Meist muss einige Tage nach der Operation eine neue Brille verordnet werden, da die Hornhautverkrümmung zwar verringert, aber nicht völlig ausgeglichen wurde. Sie müssen für einige Tage Augentropfen anwenden und sind in der Regel bereits wenige Tage nach dem Eingriff mit geeigneter Brillenkorrektur wieder arbeitsfähig.


Behandlungskosten

Die Kosten der Operation werden weder von den gesetzlichen Krankenkassen noch von der privaten Krankenversicherungen übernommen. Dies gilt auch bei nachgewiesener Unverträglichkeit von Brillen oder Kontaktlinsen. Auch die Kosten für die Vor- und Nachuntersuchungen sind nach dem heutigen Stand grundsätzlich vom Patienten selbst zu bezahlen und werden nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet.
Falls Sie an einer Finanzierung interessiert sind, sprechen Sie uns bitte an.


Welche Probleme können nach der Operation auftreten?

Gerade bei einer Kombination aus Übersichtigkeit und Hornhautverkrümmung wird das Sehvermögen ohne Brille unter Umständen zunächst schlechter als vor der astigmatischen Keratotomie.
Mit Brille wird das Sehvermögen jedoch besser als vorher, da ein Teil der Hornhautverkrümmung ausgeglichen wurde.
Erst nach einem zweiten Eingriff, z.B. einer LASIK, wird ein sehr gutes Sehvermögen ohne Brille erreicht. Zudem ist damit zu rechnen, dass erst mit passender Brillenkorrektur wieder ein Kraftfahrzeug geführt werden darf.

Schwere Nebenwirkungen sind zwar nicht wahrscheinlich, können jedoch wie bei allen medizinischen Eingriffen nicht 100%ig ausgeschlossen werden. In einigen Fällen kann es zu einem irregulären Astigmatismus, einer unregelmäßigen Hornnhautkrümmung, kommen. In extrem seltenen Fällen ist durch einen zu tiefen Schnitt eine Perforation des Auges möglich.