Moderne Ausstattung

Zum Einsatz kommende Technologien (Auswahl)

Die regelmäßige Pflege und Wartung von diagnostischen Geräten und Lasern ist bei FreeVis selbstverständlich.

SMILE: Minimal-invasives Augenlasern mit dem Visumax Femtosekundenlasersystem

Visumax Femtosekundenlaser

Das Visumax Lasersystem

Beim SMILE Verfahren kommt ausschließlich ein Femtosekundenlaser, das Visumax Lasersystem der Firma Zeiss, zum Einsatz: Im Gegensatz zur Femto-LASIK wird kein Hornhautdeckel (Flap) mehr geschnitten, anstelle dessen präpariert der Femtosekundenlaser berührungslos im Inneren der Hornhaut ein Hornhautlentikelchen. Der Laser schneidet ebenfalls einen Tunnelschnitt, über den der Lentikel anschließend entfernt wird.

Die TECNIS® Symfony: Eine leistungsstarke Kunstlinse für Gutes Sehen im Alter

Tecnis Symfonie IOL Kunstlinse

Die TECNIS® Symfony IOL

Diese Kunstlinse wurde speziell zur Korrektur der Alterssichtigkeit entwickelt und ist das Ergebnis intensiver Forschungen. Sie ermöglicht ein kontinuierliches Sehen in verschiedenen Distanzen durch Erweiterung der Tiefenschärfe und verstärkt den Abbildungskontrast. Der Vorteil für den Patienten besteht in einem kontrastreichen, brillenlosen Sehen in allen Entfernungen ohne die Nebenwirkungen, die von herkömmlichen Multifokallinsen bekannt sind, insbesondere der Wahrnehmung von Halos / Lichthöfen.

Zwei Technologien kommen bei der TECNIS® Symfony zum tragen:
(1) Die achromatische Technologie korrigiert chromatische Aberrationen (Farb- Abbildungsfehler) und verstärkt damit den Bildkontrast. Das ermöglicht ein schärferes und kontrastreiches Sehen.
(2) Gleichzeitig erzeugt das patentgeschützte Echelette-Design der IOL einen kontinuierlichen Schärfebereich von nah bis fern, ohne dass der Patient in einem Entfernungsbereich merklich schlechter sieht.

Diese beiden Technologien sind in der Fotografie und in diagnostischen Verfahren schon lange etabliert und kommen nun aufeinander abgestimmt bei dem neuen Linsentyp zum Einsatz.

» Laser-Linsenaustausch

Laser-Linsenaustausch mit dem LensX Femtosekundenlaser

Femtosekundenlaser

Der LensX Femtosekundenlaser

Der LensX war der erste Femtosekundenlaser, der für den Einsatz bei der Kataraktoperation (Linsenaustausch, Femto-Katarakt) zugelassen wurde. Das eigentliche Verfahren, der sogenannte Laser-Linsenaustausch, wurde von Prof. Dr. Michael Knorz maßgeblich mit entwickelt und wird bei FreeVis seit 2011 routinemäßig eingesetzt.

Ein Femtosekundenlaser ist ein Infrarot-Laser, der bei einer Wellenlänge von 1052 nm arbeitet. Er arbeitet mit einer kleinen Spot-Größe von 1/100 mm und einer sehr kurzen Wirkdauer von einigen hundert Femtosekunden (1 Femtosekunde = 10-15 s = 0,000.000.000.000.001 s). Er wird zur präzisen, stumpfen Durchtrennung unterschiedlicher Gewebeschichten im Auge eingesetzt.

Beim Laser-Linsenaustausch ersetzt der Femtosekundenlaser vier Operationsschritte, die zuvor vom Operateur manuell ausgeführt wurden:
(1) Der Kern der Augenlinse wird mittels Laser zerteilt und verflüssigt.
(2) Die vordere Kapsel der Augenlinse wird mit dem Laser kreisrund eröffnet (sog. Kapsulorhexis).
(3) Die als Zugang zum Auge benötigten kleinen Schnitte am Hornhautrand werden mittels des Lasers durchgeführt.
(4) Eine bestehende Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) kann durch bogenförmige Laserschnitte in der Hornhaut verringert oder sogar ganz ausgeglichen werden.

Der Linsenaustausch wird damit zum einen genauer, da die Kunstlinse exakter positioniert werden kann, und zum zweiten sicherer, da Laserschnitte präziser als handgeführte Schnitte sind.

Individuelle Femto-LASIK mit den Visumax / Wavelight EX500 Lasersystemen

Bei der individuellen Femto-LASIK kommen zwei hoch moderne Lasersysteme zum Einsatz:


Visumax Femtosekundenlaser

Das Visumax Femtosekundenlasersystem

Das VisuMax Lasersystem der Firma ZEISS verfügt über leistungsstarke Femtosekunden-Technologie und zeichnet sich durch herausragende Inzisionspräzision, Geschwindigkeit und eine schonende Behandlungsweise aus. Der Visumax arbeitet mit 500 KHz und einer Pulsdauer von 220 - 580 fs. Es kommt zur Präparation von Hornhautflaps bei der Femto-LASIK, zur Korrektur von Hornhautverkrümmungen und auch bei der SMILE Augenlaserbehandlung zum Einsatz.

Bei der Femto-LASIK ersetzt der computergesteuerte, berührungsfrei arbeitende Femtosekundenlaser das handgehaltene mechanische Mikrokeratom, welches traditionell im ersten Schritt der LASIK für den Hornhautschnitt eingesetzt wurde. Der Femtosekundenlaser garantiert stabilere Hornhaut-Flaps mit verbesserter Wundheilung und einer höheren biomechanischen Stabilität. Da durch den Laserschnitt kaum Aberrationen induziert werden, liefert die Femto-LASIK bessere Ergebnisse. Durch Vermeiden schnittbedingter Komplikationen erhöht sich auch die Sicherheit der Operation.

Arbeits- und Funktionsweise:

  1. Femtosekundenlaser: Schritt 1     2. Femtosekundenlaser: Schritt 2     3. Femtosekundenlaser: Schritt 3     4. Femtosekundenlaser: Schritt 4

(1) Jeder Laserpuls erzeugt ein Mikro-Plasma, das eine Hornhautgewebekugel von ca. 1 µm (1 Mikrometer) Durchmesser verdampft.
(2) Es entsteht eine größere, 5 - 12 µm große Mikroblase aus Gas und Wasser. Diese dehnt sich aus und trennt die umgebenden Hornhautschichten.
(3) Dabei bildet sich ein Gemisch aus Kohlendioxid und Wasser. Es wird durch die epitheliale Pumpwirkung abgesaugt. Zurück bleibt getrenntes Hornhautgewebe.
(4) In der Summe separieren tausende von Laserpulsen die Hornhautlamellen im gesamten Flapbereich.



Excimer Laser

Der Wavelight EX500 Excimer Laser


Der Excimer Laser, der bereits Ende der 70er Jahre entwickelt wurde, erzeugt Strahlung im ultravioletten Wellenlängenbereich. Die Lichtpulse entstehen in einem Hochdruck-Gasgemisch, das durch eine Hochspannungsentladung von 25.000 Volt in einen energetisch angeregten Zustand versetzt wird. In einer Kettenreaktion wird die aufgenommene Energie dann binnen 20 Milliardstel Sekunden in Laserstrahlung umgewandelt. Innerhalb dieser unvorstellbar kleinen Zeitspanne beträgt die Ausgangsleistung des Lasers 5 Millionen Watt und entspricht damit der Leistung eines kleinen Kraftwerks. Treffen die Laserpulse auf die Hornhaut, wird ihre Energie vollständig in einer nur etwa ein tausendstel Millimeter dicken Schicht absorbiert. Dieses Gewebe wird augenblicklich verdampft, ohne dass darunter liegende Schichten in irgendeiner Form beeinträchtigt werden. Diesen Vorgang nennt man auch Photoablation.

Die Laserpulse werden durch spezielle computergesteuerte Optiken geformt und so über die Hornhaut verteilt, dass die gewünschte Modellierung mit Beseitigung von Kurz- und Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung sowie ggf. auch Sehfehlern höherer Ordnung (Aberrationen) erreicht wird.

Moderne Excimer Lasersysteme wie der Wavelight EX500 gewährleisten eine individuelle Behandlung durch Kopplung mit der

(1) Cornealen Wellenfront-Analyse
Mittels Aberrometrie oder Wellenfront-Analyse werden individuelle optische Abweichungen des Auges / Abbildungsfehler des Auges bestimmt, die ein fehlerfreies bzw. optimales Sehen verhindern. 80% dieser Abweichungen, auch als Aberrationen bezeichnet, werden durch Unregelmäßigkeiten in der Hornhaut bedingt (Hornhaut = Cornea). Die restlichen Aberrationen finden sich in der Linse, dem Glaskörper und der Netzhaut wieder.
Mit dem integrierten Wellenfront-System werden die individuell ermittelten Daten von einem Computer verarbeitet, an den Excimer Laser weitergeben und bei der Laserkorrektur berücksichtigt bzw. eliminiert. Damit kann das Sehenvermögen optimiert werden.

(2) Vollautomatischen Iris-Erkennung
Das Muster der Iris oder Regenbogenhaut ist - wie auch ein Fingerabdruck - ein individuelles Merkmal. Wird im Rahmen der Erstuntersuchung am sitzenden Patienten ein Bild der Regenbogenhaut aufgenommen, kann man später das Auge auch im Liegen danach ausrichten: Über die Iriserkennung ist es möglich, die bei der Wellenfront-Analyse gewonnenen Daten korrekt auf die Hornhaut des liegenden Patienten zu projizieren. Die Iriserkennung stellt somit eine Grundlage für die korrekte Ausrichtung der Behandlung dar.

(3) Variablem Spot Scanning und variabler Laserpuls-Rate
Während die ersten Excimer Laser einen Laserstrahl mit großen Durchmessern aussandten, verwenden modernere Geräte einen sehr kleinen Strahlendurchmesser, der sich mit hoher Frequenz über die Hornhaut bewegt ("flying spot"). Durch einen Feedbackmechanismus wird registriert, an welcher Stelle der Laser bereits Hornhautgewebe abgetragen hat. Durch den punktuellen Abtrag ist ein genaueres und schonenderes Bearbeiten der Hornhaut möglich, da die gleiche Stelle nie zweimal hintereinander getroffen wird.

(5) ActiveTrack 3D Eye Tracking
Eye Tracker sind ein wichtiger Bestandteil moderner Lasersysteme. Eye Tracker erfassen selbst minimale und unwillkürliche Augenbewegungen und gleichen diese blitzschnell aus: Hochempfindliche Sensoren und Kameras beobachten die Position der Pupille mit ca. 120 – 240 Messungen pro Sekunde. Falls sich das Auge - oder der Kopf des Patienten - während der Laserbehandlung bewegt, sendet der Eye Tracker ein Signal zum Laser und meldet ihm die veränderte Position. Der Laser passt sein Ablationsprofil der neuen Position an und verfolgt sozusagen die Augenbewegung mit (daher auch die Bezeichnung Blickverfolgungssystem).
Einfache Eyetracker sind nur in der Lage, horizontale und vertikale Bewegungen (in der x und y- Achse) festzuhalten. Neue Technologien - wie die integrierte Iriserkennnung - ermöglichen es, zusätzlich rotatorische (kreisende) Augenbewegungen in der z Achse zu berücksichtigen.

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